Mongolei 2010: Erdenebulgan – Tarialan – Hutag Ondor – Bulgan – Erdenet

Ein kalter Morgen, wir trinken einen schnellen Kaffee und fahren los. Dichter Nebel erwartet uns im Tal, der Anblick ist faszinierend.

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Im Nebel angekommen wird dafür die Orientierung plötzlich spannend. Viele Spuren führen durchs Land, die meisten sind Feldwege zu den Feldern. Plötzlich tauchen im Nebel Häuser auf, erst nach und nach stellt sich auf Grund des Nebels heraus, dass wir bereits in Erdenebulgan sind. Wir fragen nach dem Weg Richtung Tarialan und weiter gehts. Nun über eine zwar errichtete Straße aber in schlechtem Zustand. So erreichen wir auch hier keine höhere Durschnittsgeschwindigkeit als 30 Km/h. Tarialan bietet auch keine Besonderheiten uns so fahren wir weiter und machen Rast in einer Wiese. Wir genießen die wunderschöne Landschaft, Kaffee und die liebgewonnenen Kekse.

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Auf der “Hauptstraße” angekommen können wir zuerst keinen Unterschied feststellen. Mühsam gehts voran, die Straße ist zwar irgendwann befestigt aber extrem hart, voller Schlaglöcher und unvorhersehbaren Hindernissen. Ab Hutag Ondor geht es wieder neben der in Arbeit befindlichen neuen Straße entlang. Ab ca. 30 Km vor Bulgan ist die neue Straße fertig und wir fahren nach fast 3.000 Km wieder auf Asphalt. Wir können es kaum fassen, keine Löcher, keine Geräusche – so gleiten wir im 5. Gang mit 80, ja sogar mit 100 Km/h durchsLand – Landcruiser und Passagiere sind im siebten (Auto) Himmel. Für Bulgan hätte der Reiseführer ein paar vielversprechende Adressen zur Nächtigung bereitgestellt, es stellt sich aber heraus, dass es diese nicht mehr existieren, andere wollen wir erst gar nicht betreten. So fahren wir weiter nach Erdenet, wo wir auf ein nettes Quartier hoffen. Es ist nun 18h und erst fahren wir auf einer komplett falschen Straße aus Bulgan hinaus, ziemlich steil und schräg. Wir fragen also wieder einmal nach dem Weg und kommen schlussendlich wieder auf die Asphaltstraße. So geht es schnell weiter nach Erdenet. Dort angekommen suchen wir noch eine Weile nach einem Quartier, fragen bei einem Haus einen Mann in Begleitung seiner Tochter um Hilfe. Sie erklären uns den Weg und laden uns sogar zu sich nach Hause ein. Wir verabreden uns für den nächsten Morgen. Gegen 20h haben wir dann ein Zimmer für sage und schreibe 80$ bezogen – ein Wahnsinn im Verhältnis zur gebotenen Leistung. Kein warmes Wasser, defekte Lampen, schmutziger Boden, Freundlichkeit hatten wir in Hotels ohnedies nicht mehr erwartet. Ums Eck haben wir ein von außen einladendes Restaurant entdeckt: “Asia”, der Hunger ist groß und etwas enttäuschend die Speisekarte, Bedienung undGericht. Wir sehnen uns nach Schlaf, doch mongolischer Techno mit deutschem Spreechgesang vom gegenüberliegenden Club lässt uns ungewollt am mongolischen Nachtleben teilnehmen.

Wetter: Nachts um 7°, früh Sonne, nachmittags Sonne 20 -25°

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