LC: Rumänien Offroad Expeditionstraining

Vier landschaftlich traumhafte und lehrreiche Tage in einer sehr netten Runde sind zu Ende.

Die Anfahrt von Salzburg nach Oradea ging flott voran und nach ca. 9h Gesamtfahrzeit sind wir gegen 20h am Treffpunkt angelangt. Ein nettes Plätzchen an einem Fluß, gegenüber eine große Höhle, welche am nächsten Morgen noch kurz besichtigt wurde. Viel Zeit blieb nicht, da wir ja nicht zum Spaß hierher gekommen waren, sondern um zu lernen.

Ziel des Trainings waren unter anderem Navigation, Geländeeinschätzung, Fahren in der Gruppe, bewältigen schwieriger Passagen mit für “Expeditionsreisen” ausgestattenten 4×4 Fahrzeugen. Die Fahrzeuge in der Gruppe waren bunt gemischt, 2 Toyota J9, 1 Land Rover Discovery II und ein Land Rover Defender.

Tag1: Aufgrund des starken Regens am Vortag konnte nicht die ursprünglich geplante Tour mit einer Durchquerung einer Furt gefahren werden, stattdessen eine Alternativroute. Auf dem letzten Stück Asphalt für die nächsten Tage fahren wir durch einen kleinen Ort und über eine abenteuerliche Brücke in den rumänischen Wald. Zuerst geht es noch eine Forststraße entlang bis sich der Weg verliert und wir den Weg unserer Route nur noch erahnen können. Fahrerisch gingen wir den Vormittag noch recht zögerlich an, kein Risiko und erst einmal abschätzen aller Fahrzeuge und Faherer war angesagt. Zu Mittag machen wir Pause an einer Lichtung und verköstigen uns mit dem vorhandenen Proviant.

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Am Nachmittag fuhren wir ca. 300m, als unsere Strecke plötzlich im Wald endete. In zwei Teams wurde einmal die geplante Strecke besichtigt und einmal nach einer Alternativroute gesucht. Die ursprünglich geplante Strecke erwies sich aufgrund der vielen den Weg versperrenden Bäume, Steilheit, Steinen und dem durch den Regen extrem rutschigen Untergrund und abschüssigen Gelände als unfahrbar. Zum Glück hat Team 2 eine Alternative entdeckt. Doch bis wir diese in Angriff nehemen konnten mussten unsere Autos erst geborgen werden. Die Rückfahrt aus dem Wald erwies sich nämlich als tückisch. Durch die Schräge der Fahrbahn, den nassen Untergrund, sowie die bereits durch die 5 Autos ausgefahrene Strecke konnte die Passage nicht mehr ohne Baumkontakt (ein kaputter Aussenspiegel und zwei Dellen) passiert werden. Per Seilbrücke wurden die drei verbleibenden Autos geborgen. Nach gut zwei Stunden und einer Menge Erfahrung in Sachen Bergetechnik konnten wir die Fahrt fortsetzen. Fast am Ziel galt es noch einen Steilhang zu befahren, welchen jedoch alle Fahrzeuge tadellos meisterten.

Den Abend verbrachten wir gemütlich bei leckerem Abendessen und unserer netten Runde, bevor wir uns in unserem Dachzelt zur Nachtruhe begaben. In der Nacht gab es heftige Gewitter, doch unser Howling Moon Dachzelt bewährte sich!

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Tag2:

Der Morgen beginnt trocken sogar die Sonne scheint schon ab und zu durch. Der Steilhang vom Vortag wird aufgrund der schmierigen Oberfläche heute umfahren. Nach etwas Fahrt gelangen wir zu einer ca. 500m langen steilen Auffahrt. Nach gründlicher Besichtigung und Suche nach einer Alternativroute wird die Strecke befahren. Alles ging gut, keiner blieb hängen.

Genau zu unserer Mittagspause setzt Hagel ein, die Autos unter den Bäumen geschützt und zusammengekauert verspeisen wir rasch ein paar Brote bevor es wieder weiter geht.

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Der Nachmittag ist wieder sonnig und wir fahren durch die Wälder und über Wiesen. Mitten im Wald verliert sich wieder mal unser Weg, nach langem Suchen stellen wir fest es geht nicht weiter, sind jedoch auch nicht mehr fern einer bekannten Stelle. Drehen um, als Andreas bemerkt, dass seine Bremsleitung undicht ist. In kürzester Zeit hat er den Defekt behoben und weiter gehts. Gegen Abend übersehe ich einen Ast und beschädige dabei unser Dachzelt. Am Abend sitzen wir gemütlich am Lagerfeuer und lassen den Tag revue passieren.

Tag3:

Nach einem gemütlichen Frühstück gehts wieder los. Am Weg halten uns zwei alte Frauen auf und gestikulieren wild – was wollen sie uns nur sagen? Leider verstehen wir sie nicht. Es stellte sich jedoch heraus, dass sie uns selbst gemachten Käse anboten, den wir weiter unten bei ihrer Hütte entgegen nehmen könnten. Andreas hat schließlich zwei Käseleibe gekauft, welchen wir zu Mittag verkosteten. Nach einer wunderschönen, aber anspruchsvollen Fahrt über eine steile mit Serpentinen versehenen Strasse und teilweise tiefem matschigen Untergrund machen wir Mittag an einer Waldlichtung.

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Der Nachmittag gestaltete sich dann auch noch als überraschen anspruchsvoll. Ein Weg erwies sich als äußerst matschig, mit Hindernissen versehen und auch nicht ganz ungefährlich. Wir beschließen umzudrehen, was sich als richtig erwies denn der Regen wurde eher stärker und die Strecke wäre am nächsten Tag wirklich unpassierbar geworden. Wir beziehen Quartier, stellen uns wie in einer Wagenburg auf und spannen zwei Planen als Regenschutz. Andreas erklärt wie man auch bei Regen Feuer macht und nach einem letzten gemeinsamen Abendmal und dem obligatorischen Abendplausch begeben wir uns zur Ruh.

Heimreise:

Zeltabbau, Frühstück bei Starkwind und Abfahrt. Nachdem die Autos wieder asphalttauglich gemacht wurden fahren wir Richtung Oradea. Am Weg machen wir Halt bei einem Kaffee, in Oradea werden die Autos abgespritzt und vollgetankt bevor die lange Etappe beginnt. Der Rückweg ist äußerst windig und es regnet sehr stark. In Wien machen wir kurz Pause und sind gegen 22:30h wieder zuhause.

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