Als wir gerade Frühstücken bekommen wir Besuch von zwei Hirtenhunden und bald auch vom Hirten selbst. Ein sehr wortkarger Mensch wird von uns mit einem Becher Milch und einem Feuerzeug als Geschenk an unserem Übernachtungsplatz willkommen geheißen. Nach 20 Minuten zieht er wieder von Tannen.

Wir fahren über holprige Pisten weiter und gelangen schlussendlich in Bogd an einem Kaffee an. Wir haben viel Spaß mit zwei Kindern, die mit unserer Kamera Cafe und Menschen fotografieren.

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Versuchen noch etwas einzukaufen, doch auch hier nur das gewohnte Bild in den Geschäften. Ein netter Mann zeigt uns noch den Weg nach Bogd im nächsten Aimag. Dieser widerspricht zwar komplett unserem Kompass, hm – aber der gute Mann wird es wohl wissen. Nach einer Weile werden unsere Zweifel zu groß und wir drehen um. Zum Glück, denn wir wissen bis jetzt nicht wo wir wohl angekommen wären, wären wir dieser Strecke gefolgt. Wie üblich kostet uns der Spaß eine gute Stunde. Mit Kompass, Navi und Karte suchen wir nun wieder selbst den richtigen Weg. Zwei sind eingezeichnet, der westlichere wäre der Richtige. Es kommt wie es kommen muß, wir fahren zwar immer Richtung Norden, aber nun eben doch nicht auf der Richtigen der beiden Möglichkeiten. Bei einer Jurte treffen wir auf einen fahrenden Händler, das Auto voll beladen mit Passagieren und allerlei Dingen die er wohl an die Familien in ihren fern von Städten lebenden Jurten verkaufen möchte.  Er ist sehr hilfsbereit und erklärt uns auf mongolisch den Weg. Nachdem er merkt, dass wir nichts verstanden haben zeigt er uns, dass er uns vorrausfährt und wir ihm folgen sollen. Nach 10Km bleibt er stehen und weist uns den weiteren Weg, er selbst biegt ab und fährt weiter. Die Landschaft ist phantastisch, vom Norden blicken wir auf den “Baga Bogd”.

 BagaBogd

Die Fahrt setzt sich fort über eine schier endlos scheinende Piste. Beim einem Ovoo treffen wir ein junges Paar auf einem Motorrad und fragen nach dem Weg. Später holen sie uns wieder ein und stoppen. Sie beschenken uns mit selbstgemachten Käse. Die Frau fühlt sich nicht besonders, sie dürfte wohl schwanger sein. Dem Mann schenken wir eine kühle Dose Red Bull. Leider kennt er das nicht, ob er sich freut ist schwer zu sagen. Beiden bieten wir ihnen Brot und Gurkerl an (unsere eigene Jause, etwas anderes haben wir im Moment nicht), welches sie aus reiner Höflichkeit verzehren.

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Kurz vor Bogd glauben wir noch einen Abstecher zum “Orog nuur” machen zu müssen und verzetteln uns in der Weite und wollen schließlich nur noch nach Bodg um zu schlafen. Dort angekommen sehen wir viele Menschen am Fluß und beschließen, ebenfalls am Fluß unser Quartier aufzuschlagen. Es ist noch sehr warm und wir nutzen den Fluß für eine Abkühlung und Körperwäsche. Wir essen gemütlich zu Abend und als ich mich an die Arbeit am Computer mache setzt plötzlich heftiger Wind ein. Wir verkriechen uns ins Auto und hoffen auf ein baldiges Ende. Doch daraus wird leider nichts. Der Wind bläst extrem stark, die ganze Nacht tobt ein heftiger Sandsturm ums Auto.

Bogd    

Wetter: Morgens Sonne, nachmittags Sonne um die 30°, ab19h heftiger Sandsturm

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